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Kippbewegungen


Strukturgruppen:

Rollbw

Überschlagbw

Sprungbw

Beinschwungbw

Auf- / Umschwungbw

Felgbw

Kippbw

Stemmbw

   
BIOMECHANISCHE MERKMALE:

Kippbewegungen sind Bewegungen vorwärts und rückwärts mit einer annähernd linear aufwärts gerichteten Beschleunigung der Körpermasse im Vorlings- und Rücklingsverhalten des Körpers. Sie sind verbunden mit einer Rotation des Körpers um Breitenachsen, die parallel zu einer durch die Griffstellen gehende Achse liegen.
 
Vorbereitungsphase: 
Hier wird eine enge (optimale) Beugehaltung eingenommen, die durch Muskelvordehnung und Induktion einer Anfangskraft den folgenden Bewegungsabschnitt begünstigt (= Kipplage, Kipphang).
 
Hauptfunktionsphase: 
Die Streckung des Hüftgelenkes ist das entscheidende bewegungstechnische Merkmal. Mit ihrer Hilfe wird eine Aufwärtsbewegung des Körpers realisiert. Das kann aus unterschiedlich energetischen Ausgangsbedingungen erfolgen. Die Aufwärtsverlagerung des Körpers aus dem Hang in den Stütz ist möglich, entweder durch Impulsübertragung bei den Kippen aus der Ruhelage oder durch Impulserhaltung bei den Kippen aus dem Schwung.
 
  Kippbewegungen aus der Ruhelage: 
Sie treten nur am Parallelbarren und an den Ringen auf und beginnen prinzipiell aus der Kipplage (Kipphang). Bevor eine schnellkräftige Hüftstreckung eine Gelenkstellung von 90° - 110° erreicht, wird sie abgebremst. Die hieraus resultierende Impulsübertragung hebt den Schultergürtel über die Stützstelle (Verstärkung durch den Armabdruck von den Holmen). Infolge der Schwerkraftwirkung drehen Beine und Oberkörper um Breitenachsen abwärts, so dass ein Stütz bzw. Rückschwung erreicht wird. Die Streckgeschwindigkeit der Hüftgelenke muss maximal sein. 
 
  Kippbewegung aus dem Schwung:
Die Hauptaktion besteht in der Beuge-Streckbewegung der Hüftgelenke und im Schließen des Arm-Rumpfwinkels (= Stemmbewegung) als entscheidendes Unterscheidungsmerkmal zur Felge. Die Beuge-Streckbewegung ist von der Weite des Pendelschwunges abhängig. Ziel ist das Erreichen einer optimalen Streckgeschwindigkeit. 

 

KOPPLUNG:

Kippbewegungen sind mit Auf- und Umschwungbewegungen gekoppelt.

 

BEISPIELE:
 
Kippe aus dem Strecksturzhang in den Grätschsitz am Barren
Oberarmkippe am Barren
Kippe vw an den Ringen
Kippaufschwung vl vw am Reck
Kippaufschwung rl vw (Wolkenschieber)
Spreizkippaufschwung
Kippaufschwung am Barren

Kippaufschwung vl vw
(aus dem Anschweben)
m. Umschwung vl vw


http://gymnet.org/
Kippaufschwung
Rückschwung in den Handstand


http://gymnet.org/
Kippaufschwung rl vw
mit Ausgrätschen


http://www.dtb-online.de
Oberarmkippe
in die Grätsche

http://perso.wanadoo.fr/
bernard.lefort/gym/imagegym.htm
Oberarmkippe
in den Stütz

http://perso.wanadoo.fr/
bernard.lefort/gym/imagegym.htm
Rückfallkippaufschwung (Sturzkippe)

http://perso.wanadoo.fr/
bernard.lefort/gym/imagegym.htm
Kippaufschwung a.d. Anschweben
(Schwebekippe)

http://perso.wanadoo.fr/
bernard.lefort/gym/imagegym.htm
  Rückfallspreizkippaufschwung

http://perso.wanadoo.fr/
bernard.lefort/gym/imagegym.htm